Antworten auf häufige Fragen

Was kostet eine Solaranlage?

Im Moment (Stand 01/2013) muss man mindestens 8.500.- Euro (netto) für eine 6,0 kWp Anlage rechnen.

Die Preise können nicht pauschal angegeben werden da die folgenden und für jede Anlage individuellen Faktoren den Preis maßgeblich bestimmen:
Solarmodule, Wechselrichter, Netzausbaukosten: Bei größeren Anlagen oft erforderlich um die gewünschte Leistung einspeisen zu können.
Das Auslegungsverhältnis zwischen Solargenerator und Wechselrichter.
Die Dachform (Stichwort Flachdach oder Schrägdach): Bei Schrägdächern steigt der Aufwand und damit die Montagekosten mit zunehmender Dachneigung.
Dachbeschaffenheit: Altes Dach oder neues Dach?
Die Gebäudehöhe: Je höher das Gebäde desto teurer das Gerüst, desto länger sind meist auch die zu verlegenden Kabel.
Anordnung des Solargenerators: zusammenhängende Fläche oder Aufteilung in mehrere Teilflächen. Z.B. bei Umbauen von Gaupen?
Weg der Kabelverlegung: Gibt es Installationsschächte die genutzt werden können oder muss das Kabel an der Außenwand verlegt werden?
Der Stromzählerschrank: Gibt es einen freien Zählerplatz den man für die Zählung der Stromeinspeisung nutzen kann oder nicht?
Der Einspeisepunkt (das ist der Punkt an dem der Strom an den Netzbetreiber verkauft wird i.d. Regel der Zählerschrank): Liegt der Einspeisepunkt im gleichen Gebäude auf dem sich auch die Anlage befindet? Sind lange Kabelwege von den Solarmodulen zum Einspeisepunkt zu überwinden?
Platz für Wechselrichter: Gibt es einen geeigneten Technikbereich in dem die Wechselrichter untergebracht werden können?

Was bedeutet Wp?

Wp = Watt peak = Spitzenleistung

Detailierte Antwort: Mit Wp wird die Spitzenleistung eines Moduls oder einer Solarstromanlage angegeben, die bei Normbedingungen erreicht wird (Simulation eines klaren, kühlen Sonnentages im Labor).

Kann man den erzeugten Solarstrom auch selbst verbrauchen?

ja.

Detailierte Antwort: Strom wird grundsätzlich vom nächstgelegenen Verbraucher verbraucht. Der Solarstrom der auf einem Dach erzeugt wird, wird daher zum großen Teil direkt unter diesem Dach verbraucht. Die Förderung durch das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) macht es lediglich norwendig den erzeugten Strom vom verbrauchten Strom abrechnungstechnisch zu trennen. Man muss daher die kaufmännische Betrachtung von der technischen Betrachtung trennen. Kaufmännisch wird der gesamte Strom zunächst eingespeist. (Das heißt über einen "offiziellen" Stromzähler gezählt und dann zum nächstgelegenen Verbraucher weitergeleitet).

Werden Photovoltaik-Anlagen staatlich gefördert?

Es gibt keine staatlichen Zuschüsse, aber eine Einspeisevergütung für jede Kilowattstunde erzeugten Solarstroms.

Durch die auf 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung nach dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) erwirtschaften Solarstromanlagen aus sich heraus eine Rendite.

 

Wie schnell amortisiert sich eine Solaranlage?

ca. 10 Jahre.

Dies hängt stark von den aktuellen Modulpreisen, der eingesetzten Modultechnik, der aktuellen Einspeisevergütung, sowie den Anlagenvoraussetzungen ab. Bei Standardanlagen mit kristalliner Technik, die südlich orientiert und unbeeinträchtigt sind und eine interne Verzinsung von 2-3% haben, liegt die Amortisationszeit bei 8-11 Jahren. Je größer die Anlagen sind, umso schneller amortisieren sie sich. Dünnschichttechnik amortisiert sich etwas schneller als kristalline.

Wieviel Platz benötigt man für eine Solaranlage?

Ein 3-4 Personenhaushalt verbraucht im Schnitt ca. 3000-4000 kWh Strom. Eine Solarstromanlage erzeugt in Deutschland ca. 100 kWh Strom pro m² Solarmodulfläche. Will man innerhalb eines Jahres die gleiche Menge Strom erzeugen, die man auch verbraucht, benötigt man daher eine Fläche von ca. 30-40m². (grobe Überschlagsrechnung)

Detailierte Antwort: Diese Frage läßt sich leider nicht kurz und knapp beantworten, da es verschiedene Solartechnologien gibt, die zur Erzeugung der gleichen Menge Strom unterschiedlich viel Platz benötigen. Die Datenblättern aller verfügbaren Solarmodule finden Sie im photovoltaikforum. Zum einsehen der Datenbank muss man sich allerdings im Forum anmelden. Eine umfassende Information zur Photovoltaik finden Sie natürlich auch auf Wikipedia.

Wieviel Strom liefert eine Photovoltaik-Anlage?

in Deutschland sind es ca. 100kWh pro m² Modulfläche. In Spanien kann man bis zu 160kWh pro m² ernten.

Detailierte Antwort: Die solare Ernte hängt natürlich von sehr vielen Faktoren ab, die nachfolgend kurz aufgezählt werden sollen:

  • Standort (Längengrad, Breitengrad)
  • Horizontlinie (flaches Land, Tal-Lage, auf einem Berg) Ausrichtung der Modulfläche (Neigungswinkel (0° = Flachdach; 90° = Fassade) und Azimutwinkel ( 180° = Süd; 90°=Ost;270°=West;0°=Nord)
  • Verschattung (durch weit entfernte Objekte (siehe Horizontlinie) oder durch nahe Objekte (Schornstein; Lüfterrohr; Gaupe etc...)
  • Wetter (hierbei spielt nicht nur die Sonneneinstrahlung eine Rolle, sondern auch die durchschnittliche Temperatur und die durchschnittliche Windgeschwindigkeit)
  • verwendeter Modultyp (monokristallin, polykristallin, Dünnschicht...)
  • verwendeter Wechselrichter Auslegung des Wechselrichters Anzahl und Dauer der Betriebsstörungen.

 

Die praktische Erfahrung zeigt, dass die Erträge von Solarstromanlagen in Deutschland derzeit zwischen 850 und 1200 kWh/kWp liegen. Wenn ein Durchschnittsmodul eine Leistung von 130 Wp pro m² Modulfläche liefern kann sind das 7,69m² um ein kWp zu installieren. Man bekommt daher 110 - 130 kWh pro m² Modulfläche.